Das kleine Schwarze des Mannes. Die Fliege zum Smoking. iStockphoto © Soubrette

Schicke Krawatten sind ein Blickfang. Wer aber besonders viel auf sich hält – oder einem festlichen Rahmen seinen Respekt erweisen will, der sollte eine Fliege verwenden. Die Fliege ist – wenn auch selten geworden – die einzige Alternative, die zur Krawatte akzeptiert wird.

Fliege ist übrigens der umgangssprachliche Begriff. Im Jargon der Herrenmode wird sie auch Querbinder oder Schleife genannt – oder wie in Österreich auch Mascherl. In unserem Nachbarland ist die Fliege übrigens auch heute noch sehr beliebt, viel mehr als bei uns jedenfalls.

Der Querbinder ist viel älter als die Krawatte – und war früher weit verbreitet. Allerdings trugen die Herrschaften bis vor 1870 wesentlich größere Schleifen. Erst danach schrumpften die Fliegen auf das Maß, das bis heute üblich ist.

Ähnlich wie die meisten Krawatten sind Fliegen aus Seide, bis auf jene, die zum Frack getragen werden – den diese sind aus einem steiferen Baumwollstoff. Heutzutage werden Fliegen fast nur fertig gebunden angeboten – dabei können sie sehr wohl selbst gebunden werden – allerdings sollte das eine Weile trainiert werden. Eine Krawatte zu binden ist einfacher.

Wer seinen Business-Anzug mit einer Fliege schmückt, erregt ganz sicher Aufsehen. Allerdings haftet dem Fliegenträger schon etwas der Ruch des Exzentrikers an, sodass diese Form des Binders eher von Künstlern und Wissenschaftlern bevorzugt wird (…und James Bond natürlich nicht zu vergessen!). Zum Gesellschaftsanzug ist die Fliege jedoch vorgeschrieben. Der Frack wird grundsätzlich mit einer weißen Fliege getragen – der Smoking mit einer schwarzen. Krawattenbinden fällt zu solchen Anlässen aus.

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